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150 Jahre SPD: AG 60plus-Südpfalz und -Vorderpfalz feiern gemeinsam

Trotz hochsommerlicher Temperaturen sind fast 100 Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sowie SPD-Freunde aus der Süd- und Vorderpfalz am 19. Juni 2013 nach Schwegenheim in den Park beim Rathaus gekommen, um gemeinsam mit der AG 60plus-Süd-und Vorderpfalz 150 Jahre SPD zu feiern.

Klaus Böhm, stellvertr. Vorsitzender der AG 60plus-Südpfalz erinnerte in seiner Begrüßung an die geschichtlichen Meilensteine der ältesten Partei Deutschlands: Von der Gründung 1863, die Sozialistengesetze 1878 mit dem faktischen Verbot der SPD, der Ablehnung des Ermächtigungsgesetzes 1933 mit der historischen Rede von Otto Wels im Reichstag und der damit verbunden Verfolgung und Inhaftierung in KZs tausender Sozialdemokraten und dem Verbot der SPD, der Wiedergründung nach 1945, der Ostpolitik von Willy Brandt, den weiteren sozialdemokratischen Kanzlern Helmut Schmidt und Gerhard Schröder. Ein wahrhaft steiniger und zugleich konsequenter und erfolgreicher Weg der großen deutschen Volkspartei SPD!

Auch in den Grußworten von: Peter Goldschmidt, Ortsbürgermeister von Schwegenheim; Wolfgang Schwarz, MdL; Alexander von Rettberg, Vorsitzender der AG 60plus-Südpfalz; Ingrid Reske, Vorsitzende der AG 60plus-Vorderpfalz sowie Frank Leibeck, Bürgermeister der VG-Lingenfeld, wurde die Historie und die Werte unserer stolzen Partei ins Gedächtnis gerufen. Doch auch die Zukunft, insbesondere die anstehende Bundestagswahl, kam bei den Grußworten nicht zu kurz.

Kurt Beck, Ehrenvositzender der SPD und Ministerpräsident a.D. von Rheinland-Pfalz sowie Alexander Schweitzer, Minister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Demografie, konten wegen anderer Verpflichtungen nicht dabei sein und haben deshalb schriftliche Grußworte an die Gäste gerichtet:

Grußwort Kurt Beck
Liebe Freundinnen und Freunde, wir stehen vor wichtigen politischen Entscheidungen. Es geht darum, ob wir den Menschen als soziales, kulturelles Wesen mit fairen Chancen im Beruf und Leben wollen oder alles dem Materiellen unterwerfen.
Nicht - wie Frau Bundeskanzlerin Merkel meint -, die Demokratie marktfähig machen, ist die Aufgabe, sondern die Märkte den Menschen dienen zu lassen.
Gerechte Steuern, soziale Leistungen, Löhne, von denen man leben kann, das sind unsere konkreten Forderungen.
Deshalb: "Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität" - sind so wichtig wie eh und je.
Alle guten Wünsche zu Eurer "150-Jahr-SPD-Feier"!
Euer Kurt Beck

Grußwort Alexander Schweitzer
Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Genossinnen und Genossen, unsere immer aktuellen, sozialdemokratischen Werte Freiheit – Gerechtigkeit – Solidarität stehen im Mittelpunkt der 150-Jahr-Feier. Gerade hier in Schwegenheim, wo nur wenige Kilometer entfernt bereits früh in den 1860er Jahren einige der ersten Ortsgruppen des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins entstanden sind, könnte man auch sagen, „unsere Überzeugungen, für die wir einstehen, und für die wir seit 150 Jahren kämpfen."
Keine andere Partei in Europa hat eine so traditionsreiche Geschichte. Dabei hat die Sozialdemokratie ihr Leitmotiv nie vergessen.
In Rheinland-Pfalz stehen seit 1991 Ministerpräsidenten der SPD an der Spitze des Landes. Mit Malu Dreyer seit diesem Jahr erstmals eine Frau. Nicht nur das zeigt: die SPD ist trotz ihres stolzen Alters auch modern und fortschrittlich. Sie hat es geschafft, in Rheinland-Pfalz gesellschaftliche und wirtschaftliche Einflüsse positiv zu gestalten. Seit dem Jahr 2000 sind in unserem Bundesland 145.000 neue Arbeitsplätze entstanden. Wir haben die drittniedrigste Arbeitslosenquote und die drittniedrigste Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland.

Doch gibt es zahlreiche Herausforderungen, für deren Bewältigung wir auch in Zukunft hart arbeiten müssen. Einer davon ist der Demografische Wandel, den wir seit vielen Jahren in allen Politikbereichen gestalten. Neben Herausforderungen birgt er auch Chancen. Denn viele ältere Männer und Frauen sind fit und gerne bereit, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen.
Und auch in vielen anderen Bereichen haben wir Gutes auf den Weg gebracht. Gebührenfreies Erststudium, Wegfall der Kita-Gebühren, Ganztagsschulen – mit zahlreichen Initiativen versuchen wir, Rheinland-Pfalz sozialer und gerechter zu machen. Vieles ist uns gelungen, manches liegt noch vor uns.

Danken möchte ich euch auf diesem Weg für euren Einsatz. Die Arbeitsgemeinschaft 60plus gilt innerhalb der SPD mit Recht als besonders engagiert. Immer wieder bringt sie Themen, Positionen und Beiträge ein, die die politische Willensbildung bereichern. Unter euch sind viele verdiente Genossinnen und Genossen, die mit viel Herzblut für eine freiere, gerechtere und solidarische Gesellschaft kämpfen. Seid auch in Zukunft dazu bereit. Darum bitte ich euch herzlich.
Euer Alexander Schweitzer


Uli Valnion, Liedermacher und Sänger sozialdemokratischer Lieder umramte die Veranstaltung. Seine Präsentationen zogen sich durch das Programm wie eine literarisch-musikalische Chronik. Eine sehr gelungene Vorstellung!

Thomas Hitschler, Vorsitzender der SPD-Südpfalz und Bundestagskandidat für die Südpfalz, war der Festredner der 150-Jahr-Feier.

Festrede von Thomas Hitschler (Auszug)
Liebe Genossinnen und Genossen, sehr geehrte Gäste,
bei der letzten Regionalkonferenz der AG 60plus-Pfalz in Ludwighafen hat ein Gastredner die Senioren-Arbeitsgemeinschaft als "Elite der SPD" gewürdigt. Dies kann ich aus meiner täglichen Arbeit in der SPD-Südpfalz nur bestätigen. Denn nicht nur bei der inhaltlich-politischen Arbeit, sondern auch bei der Unterstützung in Wahlkämpfen leistet Ihr einen entschedenden Beitrag.
Ich möchte mit Euch einen gemeinsamen Blick in die Vergangenheit richten, um die SPD für die Zukunft fit zu machen: Wir können stolz auf unsere Sozialdemokratie sein, denn
  • keine Partei hat eine solche demokratische Tradition: 150 Jahre, Kaiserreich, Weimarer Republik, Diktatur, Bundesrepublik
  • keine andere Partei ist ihren Kernforderungen und Werten so treu geblieben: Freiheit, Gerechtigket und Solidarität
  • in keiner Partei wurde so stark, auch unter der Bedrohung des eigenen Lebens, für diese Ideale gekämpft
Diese Ideale waren 1863 so aktuell wie heute!
Teilhabe an der Gesellschaft
Lassalle sagte damals "Bildung ist notwendig, damit dem Einzelnen der Aufstieg durch Wissen ermöglicht wird, unabhäng von Herkunft und Vermögen.
Wir sagen heute: "Chancen schaffen" und Klassenprivilegien abbauen, um eine gerechte Gesellschaft zu ermöglichen.
Demokratie und Parlamentarismus
Im Eisenacher Programm von 1869 wurden freie, allgemeine und gleiche Wahlen gefordert, ungeachtet der Herkunft!
Dieses Ideal haben wir auch verteitigt als das selbsternannte bürgerliche Lager mit den Nazis marschiert ist. Otto Wels hatte 1933 in seiner letzten Rede im Reichstag gesagt: „Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht." Daran sollten wir immer wieder erinnern, auch das heutige sogenannte "Bürgerliche Lager"!
Die SPD war aber auch immer eine Partei des Fortschrittes. Mit Willy Brandt wurde Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre viele Veränderungen eingeleitet:
  • Ostpolitik: Wandel durch Annäherung
  • Bitten um Vergebung für die Naziverbrechen: Kniefall von Willy Brand in Warschau
  • Mehr Demokratie wagen: Absenkung des Wahlalters auf 18 Jahre, Mitbestimmungsgesetze, uvm.
Die "Epoche Brandt" war die Bedeutenste in unserer jüngsten Geschichte!

In der Gegenwart kämpft die Sozialdemokratie darum, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. In unserem Ausburger Programm von 2013 haben wir uns wieder auf unsere Ideale besonnen. Hiervon müssen wir die Bürgerinnen und Bürger gemeinsam überzeugen:
  • Arbeit: Mindestlohn, keine befristeten Arbeitsverträge, Missbrauch von Leiharbeit abschaffen, gleicher Lohn für gleiche Arbeit u.v.m
  • Chancen: Kostenlose Ausbildung von der KiTa über Schule bis zum Studium/Lehre; 2. und 3. Chance für Schwächere
  • Teilhabe: Bürgerbeteiligung, Gleichstellung für Mann und Frau
  • Steuern: Größerer Beitrag für stärkere Schultern

Für die Zukunft unserer gesellschaftlichen Entwicklung ist die Antriebs- und Innovationskraft der Sozialdemokratie mit sozialer Gerechtigkeit unverzichtbar! Viele Baustellen sind zu beackern:
  • Kluft zwischen Arm und Reich
  • Bürger stärker in die Politik einbinden
  • Nichtwähler in die Wahllokale bringen

Auf Genossen kämpft geschlossen!

Thomas Hitschler hat in seiner brillianten Festrede gezeigt, dass er das Zeug für einen großen Politiker hat. Chapeau!


Zum Abschluß der Veranstaltung dankte Klaus Böhm dem Festredner und dem Ortsverein der AWO, dessen Mitglieder sich um das leibliche Wohl der Gäste gekümmert haben. (W.T.)

Klaus Böhm bei der Begrüßung

Grußwort von Peter Goldschmidt

Grußwort von Wolfgang Schwarz

Grußwort von Alexander von Rettberg

Festrede von Thomas Hitschler

Uli Valnion trägt die sozialdemokratischen Lieder vor

Grußwort von Frank Leibeck

Grußwort von Ingrid Reske

Die Festgäste hören konzentriert zu. Man sieht ihnen aber auch die drückende Hitze an. . .





 
 

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