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Energiewende: Exkursion zum Pumpspeicherkraftwerk in Forbach


Die Exkursionsgruppe vor der Staumauer

Die Exkursion zum Pumpspeicherkraftwerk nach Forbach war der krönende Abschluß der Informationsreihe zur Energiewende. 22 Teilnehmer haben sich am 23.03.2012 mit der S-Bahn bei schönstem Wetter auf den Weg in den Nordschwarzwald gemacht.
Für viele war es das erste Mal seit Jahren, wieder einmal mit der Bahn zu fahren. Um so schöner war das Zug-Erlebnis.

Neben der Abdeckung der Spitzenlast haben Pumpspeicherkraftwerke auch die Aufgabe für die Netzstabilität zu sorgen. Klar ist aber, dass die Gesamtkapazität der Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland mit 40GWh (das entspricht ca. 35min des deutschen Jahresbedarfs) nicht ausreicht, um die saisonalen Schwankungen der "Regenerativen (Wind und Sonne)" auszugleichen. Hier müssen andere Speichermöglichkeiten gesucht werden, z.B. Gasspeicher.

Reinhard Fritz vom Rudolf-Fettweis-Werk hat uns in eindrucksvoller Weise sowohl das Kraftwerk selbst, als auch die Staumauer der Schwarzenbachtalsperre gezeigt und erläutert. Die Teilnehmer konnten es förmlich spüren, wie der EnBW-Mitarbeiter mit der Kraftwerksanlage verwurzelt ist, denn vor seiner Weiterbildung hat er eine Lehre im Kraftwerk absolviert.
Besonders intensiv hat ein Film über den Bau der Staumauer die Reisegruppe fasziniert. Vor fast 100 Jahren (1914) wurde das Werk mit -aus heutiger Sicht- einfachsten Mitteln unter schwersten Bedingungen für die Arbeiter errichtet. "Hut ab vor dieser Leistung", bemerkte ein älterer Teilnehmer. Auch die Ingenieurleistung wurde bewundert, denn die Anlage läuft heute noch!

Alexander von Rettberg, Vorsitzender der AG 60plus-Südpfalz, bedankte sich auch im Namen der SPD-Südpfalz und dem Ko-Veranstalter "Bürgerstiftung Pfalz" bei Wolfgang Thiel, der die Info-Reihe mit 4 Vortragsabenden und 4 Exkursionen initiiert und organisiert hat.

Die Anreise nach Forbach unternehmen wir mit der S-Bahn. Eine bequeme, schnelle, touristisch-attraktive und darüber hinaus preiswerte Verkehrsverbindung, dank KVV!

Die historische überdachte Holzbrücke in Forbach wurde erstmals 1778 für 1000 Gulden erbaut. Zehn Jahre nach dem 2. Weltkrieg wurde sie wieder aufgebaut. Sie kostete damals 300.000 DM.

Blick von der Brücke des Niederduckkraftwerkes über die Murg nach Forbach

In der Leitwarte werden einerseits die Daten aus der Kraftwerksanlage dargestellt und andererseits die Kraftwerksanlage gesteuert. Alte und neue Technik arbeiten ausgezeichnet nebeneinander.

Durch diese Druckleitungen schießt das Wasser von der 357m höher liegenden Schwarzenbachtalsperre zu den Turbinen.

Das Maschinenhaus mit den Wasserturbinen (Pelton) und Generatoren sowie den Pumpen.

Beim Mittagessen im Gasthaus Adler in Forbach genießen wir Schwarzwälder Köstlichkeiten.

Nach dem Mittagessen ging es mit dem Bus (ÖNPV) zur Schwarzenbachtalsperre. Die Staumauer passt sich harmonisch in die schöne Landschaft ein. Aus größerer Entfernung gleicht sie einem römischen Viadukt.

Von 1988 bis 1992 wurde der Kontrollgang im Innern der Staumauer verlängert, um den Sohlenwasserdruck besser kontrollieren zu können. Man erkennt im Bild sehr gut die Bohrungen im Beton und Granit.

Wolfgang Thiel (li.) überreicht Reinhard Fritz (re.) als Dankeschön für die hervorragende Führung durch das Kraftwerk und die Staumauer einen guten Tropfen aus der Südpfalz.
 
 

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