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Fahrt nach Lothringen und ins Elsaß


Gruppenfoto vor der Burgruine Fleckenstein (Elsaß)

Wettermäßig war der 26.05.2010 keine Enttäuschung, denn es regnete genauso, wie die „Wetterfrösche“ es vorher gesagt hatten. Aber für eine illustre Gruppe der AG 60plus aus der Südpfalz war das kein Grund zur Traurigkeit: Immer wenn Pfälzer zusammen sind und miteinander bei „em guude Schobbe babbele kinne“, dann ist die Stimmung gut!

Hauptattraktion unserer Fahrt ins Nachbarland war der Besuch der Zitadelle von Bitche. Das beeindruckende Bauwerk wurde im 17. Jahrhundert nach den Plänen des berühmten Kriegsbaumeisters Vauban entworfen.
Im Deutsch-Französischen-Krieg 1870/71 verteidigte Kommandant Louis-Casimir Teyssier die Zitadelle, die seit dem 8. August 1870 von bayerischen Truppen belagert wurde. Teyssier kapitulierte erst rund einen Monat nach dem Vorfrieden von Versailles am 25. März 1871. Die preußische Armee erlaubte nach der Kapitulation den Abzug der französischen Soldaten unter Waffen – eine ungewöhnliche Geste der Sieger gegenüber den Besiegten!
Ein Filmparcours führt durch die Zitadelle. Einige Szenen des Films "Die belagerte Festung" von Gérard Mordillat begleiten die Besucher durch die Festung und lassen sie den dramatischen Ablauf der Besatzung von Bitche auf beeindruckende Weise entdecken.
Dieses Konzept ist eine sehr gute Form, Geschichte lebendig zu machen und darüber hinaus die Besucher anzuregen, über den Unsinn von Kriegen zu diskutieren.
Wie es sich für Sozialdemokraten gehört, war der Kriegsunsinn ein wichtiges Thema in den Gesprächen während des Ausflugs.

Wer sich für weitere Infos über Bitche interessiert, kann hier reinschauen: Alexander von Rettberg, Vorsitzender der AG 60plus und alle Teilnehmer der Ausflugsfahrt bedankten sich zum Abschluß bei Klaus Böhm aus Kandel, der die Fahrt organisiert hat. Viele regten an, mehrere Ausflüge im Jahr anzubieten. Ein Hinweis, der vom Vorstand positiv aufgenommen wurde.


Luftaufnahme von der Zitadelle (Quelle: Stadt Bitche)

Alle sind gespannt, was sie hinter der Tür beim Filmparcours erwartet

Tief unten in der Festung ist der gesicherte Brunnen

Mit dem Tretrad wurde der Wasserbehälter heraufgezogen, eine sehr durchdachte Lösung!


Mut hat den Kommandant Louis-Casimir Teyssier berühmt gemacht, aber er hat sehr viele Opfer auf seinem Gewissen!

Klaus meint, es geht auch ohne Schirm . . .

. . . Ute glaubt das nicht

Bitche beteiligte sich an dem internationalen Projekt "Gärten ohne Grenzen" mit dem "Garten des Friedens", der als Verbindung zwischen Stadt und Festung angelegt ist. Eine wunderschöne Einrichtung!

Man kann auch mit hartem Stahl weiche Kurven formen

Auf der Burgruine Fleckenstein machten wir einen Zwischenstopp um von der düsteren unterirdischen Stimmung der Zitadelle wieder freien Himmel (wenn auch etwas regenbehangen) zu genießen

Das alte Rollenverständnis: Die Frauen diskutieren die neu erworbenen Rezepte aus dem Elsaß und die Männer machen Weltpolitik: raus aus Afghanistan, große Koalition ist nicht gut für die SPD in NRW . . .



Abschluß der Fahrt war das Abendessen in heimischen Gefilden im Weingut Stadler in Dierbach:













 
 

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