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2018


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Renan Demirkan ist Martinipreisträgerin 2018

Die Schauspielerin und Autorin Renan Demirkan hat am 02.12.2018 den Martinipreis 2018 im Haus des Gastes zu Bad Bergzabern von der SPD-Südpfalz verliehen bekommen.
Thomas Hitschler, MdB und Vorsitzender der SPD-Südpfalz, begrüßte im festlich geschmückten Saal mehr als 250 Gäste darunter auch die Politprominenz aus der Südpfalz: Kurt Beck, Ministerpräsident a.D. und Ehrenvorsitzender der SPD-RLP, Alexander Schweitzer MdL und SPD Fraktionsvorsitzender im Landtag-RLP, sowie die Landtagsabgeordneten Dr. Katrin Rehak-Nitsche und Wolfgang Schwarz. Besonders begrüßte er die Preisträgerin und stellte fest: „Für uns im Vorstand der SPD-Südpfalz war völlig klar, dass Renan Demirkan mit ihrem Wirken in unserer Gesellschaft, genau die richtige Preisträgerin für den Martinipreis 2018 ist. Doch wer sollte der Laudator sein? „Wer könnte diesen Part besser übernehmen als Martin Schulz“, war seine Antwort.

Laudatio von Martin Schulz
Schon beim Betreten des Saales erhielt der ehemalige SPD-Kanzlerkandidat stehenden Applaus zur Begrüßung. Martin ist nach wie vor sehr beliebt bei der SPD-Basis. Das konnte man hautnah bei den vielen Beifallskundgebungen während seiner Laudatio erleben.  
Schulz würdigte die Preisträgerin als eine herausragende Persönlichkeit, die sich für die Grundwerte in der Gesellschaft einsetze und für den Geist der Toleranz, des Respekts und des Miteinanders in der Gesellschaft stehe. Es bestünde die Gefahr, dass dieser Geist durch rechtpopulistische Parteien zurückgedrängt werde, sagt Schulz. Schulz lobt Demirkan als eine Persönlichkeit, die ihre Stimme erhebe und den Finger in die Wunde lege. Er kenne Renan Demirkan als eine streitbare Frau, als großartige Europäerin, die sich stark mache für Respekt unter Bürgern gleich welcher Hautfarbe. Martin Schulz sprach auch zwei Projekte von Renan Demirkan an, die es zu erwähnen gelte. So habe sie ein Wohnprojekt für an Brustkrebs erkrankte Frauen gegründet und den Verein „Checkpoint Demokratie" mit ins Leben gerufen, eine Plattform, die zum Dialog über Rassismus, Rechtspopulismus und den Zustand der Gesellschaft einlade. Martin Schulz zitierte Artikel eins des Grundgesetzes, in dem stehe die „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Er sagte „Ich sehe Dich Renan deshalb als Persönlichkeit des Artikels eins“. Er schloss seine Laudatio mit den Worten „Für den Sieg des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun. Wir wollen ein Volk guter Nachbarn sein, nach Innen und nach außen“.

Dankesrede von Renan Demirkan
„Ich bin überwältigt diesen Preis zu bekommen, aber dennoch werde ich Ihnen als Vertreter der SPD in meiner Dankesrede einiges zumuten. Tagelang habe ich mich bis heute Morgen dazu durchgerungen“, sagte die Preisträgerin. Und dann legte Sie auch schon los.
„Als Kind der 68er war ich überzeugt von Willy Brandt“, sagt sie. Sie sprach an, was in Deutschland falsch läuft und besser laufen müsse. So kritisierte sie die Hartz- IV- Reformen, die zu einer Spaltung der Gesellschaft geführt hätten. Sie nannte die Gesetze eine Demütigung für die betroffenen Menschen und forderte das Verbot von Zeitverträgen. Die Reformen hätten viele Kunstschaffende zu Tagelöhnern gemacht. Die Idee der Sozialdemokratie muss neu überdacht werden, verlangte die Schauspielerin und forderte die SPD auf, Politik für eine moderne Gesellschaft zu machen. Diese Politik müsse soziale Balance und Teilhabe sichern. Am Ende ihrer Rede richtete sich sie noch einen Appell an die Politik. Diese solle sich an Artikel eins des Grundgesetzes orientieren und den Dialog mit den Bürgern führen. Die Einkommensunterschiede im Land sollten abgebaut und ein flächendeckender Demokratieunterricht an allen Schulen eingeführt werden.

Neben den Reden vom Martin Schulz und Renan Demirkan, die beide minutenlangen stehenden Applaus erhielten, waren die Besucher begeistert von den Darbietungen der
„Jazz-Combo“ des Gymnasiums im Alfred-Grosser-Schulzentrum Bad Bergzabern unter der Leitung von Theodor Schmidt. Die jungen Musiker und Musikerinnen sorgten für eine festliche und würdige Umrahmung der Feierstunde, bei der die AG 60plus-Südpfalz natürlich sehr zahlreich vertreten war.
Fazit:
ein sehr gelungener politisch-kultureller Vormittag auf höchstem Niveau!
(H.B., W.T.)

 
 

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